Der demografische Wandel beschäftigt sich mit der Veränderung der Bevölkerungsstruktur, die von der Geburtenrate, der Lebenserwartung sowie dem Ein- und Auswandererstrom beeinflusst wird.
In Deutschland sind seit Jahrzehnten Veränderungen in der Bevölkerung zu beobachten. Als erstes Land, in dem die Sterbefälle die Geburtenzahl überragte, hält der Staat seit 1973 diesen schlechten Rekord. Ein Ungleichgewicht zwischen Geburten- und Sterberate ist charakteristisch.
Weniger Geburten und damit eine schrumpfende Bevölkerungsanzahl stehen immer mehr alten Menschen gegenüber. Die Einführung neuer Verhütungsmethoden (z. Bsp. Anti-Baby-Pille) und der zunehmende Trend zur freiheitlichen Kinderlosigkeit machen die Geburten kontrollierbar.
Gleichzeitig profitiert die ältere Generation von besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen. Das Angebot der Bio-Lebensmittel sowie die fortgeschrittene medizinische Versorgung unterstützen die Gesundheit und somit das Älterwerden enorm.
Der demografische Wandel wirkt sich stark auf das gesetzliche Rentensystem aus, das auf dem Umlageverfahren basiert, d.h. die Rentner werden direkt von den arbeitenden Einzahlern finanziert. Da jedoch aufgrund des Geburtenrückgangs weniger Menschen Beiträge zahlen, sind wegen der hohen Lebenserwartung mehr Rentenempfänger vorhanden. Niedrige Renten, die mitunter den Lebensunterhalt nicht decken können, sind die Folge.
Wirtschaftlich gesehen bringt die sinkende Geburtenrate einen Fachkräftemangel im Arbeitsmarkt mit sich. Die Älteren mit Fachwissen scheiden aus, aber Neuzugänge stagnieren.
Die Politik versucht die Problematik dahingehend zu lösen, indem Sie die Familie und deren Förderung in den Fokus stellt. Diskutiert werden zudem die Reform des Sozialversicherungssystems sowie eine Bevölkerungsverjüngung durch vermehrte Zuwanderung.
Vermutet wird, dass in etwa 40 Jahren auf eine Geburt zwei Sterbefälle kommen. Derzeit gebärt jede Frau im Durchschnitt 1,4 Kinder. Um jedoch das Bevölkerungsniveau zu erhalten, werden 2,1 Kinder pro Frau benötigt.

