Die Zeiten, in der sich ein angehender Startup-Entrepreneur hingesetzt hat, um jahrelang an dem perfekten Produkt zu feilen, sind vorbei. Mit dem Vormarsch der digitalen Startups geht der Trend immer mehr hin zu Teams aus talentierten Spezialisten. Diese Teams verfolgen dann gemeinsam ihr Ziel und auch die Entwicklung ist eine Teamleistung. Doch damit die Arbeit in der Gruppe effizient und positiv läuft, bedarf es einiger Hilfsmittel. Um es angehenden Gründerteams einfach zu machen, haben wir die Hilfsmittel in Themen unterteilt. Zu jedem Thema gibt es zwei Toolvorschläge. Such dir das Beste raus!
Teamfindung
Nicht jedes Team hat zusammen eine Idee und beginnt als Einheit. Oft haben Einzelgründer eine Idee, die sie nicht alleine umsetzen können. Selbst im Entwicklungsprozess kann der Bedarf nach zusätzlichen Mitgründern bestehen. Für diese Fälle gibt es ein paar Hilfsmittel, die die Suche stark erleichtern.
Großer Vorteil bei diesem sozialen Netzwerk ist, dass es sich auf B2B-Kooperation spezialisiert hat. Nutzer geben ihre Spezialgebiete und Fähigkeiten an. Außerdem kann man sehen, wo derjenige bisher gearbeitet hat. Das erlaubt es Gründern auf
der Suche nach Mitgründern, sehr schnell einen Einblick in die Fähigkeiten und Ambitionen von möglichen Partnern zu erhalten. Des Weiteren kann auf der eigenen Seite angegeben werden, dass man Mitgründer für ein Projekt sucht. Auch das kann potentielle Teammitglieder anlocken. Durch eine starke Suchfunktion und den großen Pool an Nutzern wird Recherche hier sehr einfach gemacht. Als deutsche Alternative mit ähnlicher Funktionsweise kann auch XING genutzt werden.
Founderio
Neben den eher allgemeinen Social-Business-Networks gibt es sehr spezialisierte Plattformen. Diese hier erlaubt es, gezielt nach Mitgründern zu suchen. Außerdem können sich bestehende Gründerteams auflisten lassen, um zusätzliche Teammitglieder anzulocken. Der Vorteil gegenüber allgemeineren Netzwerken ist der zwar kleinere, aber hoch fokussierte Nutzerpool. Hier verliert man weniger Zeit bei der Suche nach willigen Mitgründern, da alle das gleiche Ziel haben: Teil eines Gründerteams werden.
Kommunikation
Kommunikation ist das A und O eines jeden erfolgreichen Gründerteams. Will man sich bei der Suche nach den besten Mitgründern nicht von der Geographie einschränken zu lassen, entstehen schnell Gründerteams, die über den Globus verteilt sind. Das ist keinesfalls ein Nachteil. Lediglich die Kommunikation innerhalb des Team muss hier effizient gehandhabt werden. Diese Programme helfen euch dabei.
Skype
Der Klassiker: Skype erlaubt die direkte Kommunikation über Mikrofon und Webcam. Dadurch, dass lediglich eine Internetverbindung vorhanden sein muss, ist das Tool komplett ortsunabhängig. Man kann sich mit jemandem am anderen Ende der Welt unterhalten, ohne nennenswerte Verzögerungen zu bemerken. Die Möglichkeit, den eigenen Bildschirm zu Präsentationszwecken zu teilen und Daten direkt zu senden, machen Skype zu einem sehr nützlichen Tool der täglichen Teamkommunikation.
Slack
Slack basiert auf dem organisierten und durchsuchbaren Austausch von Informationen. Das geschieht hier primär via Text, kann aber auch durch Audio- Calls geschehen. Großer Vorteil ist die Möglichkeit, spezielle Channels zu erstellen. Diesen können Teammitglieder dann beitreten und sich zum entsprechenden Thema austauschen. So verliert man bei entsprechender Nutzung nie den Überblick, welches Gespräch jetzt zu welchem Thema gehört. Da das Ganze auch durchsuchbar ist, können Informationen und Verabredungen schnell wiedergefunden und thematisch zugeordnet werden. Als Service bietet Slack noch die Integration diverser Drittprogramme an, um alles an einem Ort zu haben.
Projektmanagement
Planung und Ordnung ist sehr wichtig, wenn man mit mehreren Menschen an einem Projekt arbeitet. Das gilt vor allem für Gründerteams. Macht jeder einfach, was er will, werden Arbeiten schnell doppelt gemacht und die falschen Dinge zur falschen Zeit angegangen. Damit man also nicht den Überblick verliert, braucht man hier eine zentrale Lösung, auf die alle zugreifen können. Diese sollte einen schnellen Überblick über die schon erledigten und noch zu erledigenden Aufgaben erlauben.
JIRA
JIRA erlaubt es euch, euer komplettes Projektmanagement an einem Ort abzuwickeln. Eine große Anzahl an Designmöglichkeiten helfen, die verschiedensten Herangehensweisen darzustellen. Auch agiles Projektmanagement lässt sich relativ einfach einrichten. So haben alle Mitgründer immer direkt den Überblick, welche Probleme gelöst wurden oder an welchen Features gearbeitet wird. Auch hier gibt es die Möglichkeit, zu kommentieren und Dateien an Aufgaben anzuhängen.
Trello
Trello ist ein simpel zu handhabendes Tool. Gerade deshalb kann es für Gründerteams extrem wertvoll sein. Kurz gesagt, erlaubt Trello das Erstellen von Boards, auf denen Aufgaben dann via Karten dargestellt werden können. Indem man eigene Bereich innerhalb des Boards (z.B. To-Do, In Progress, Done) einrichtet, kann jeder Nutzer sofort sehen, in welchem Status sich die Aufgabe befindet. Diese Boards können mit dem Team geteilt und von Teammitgliedern editiert werden. Als kleiner Tipp am Rande: Trello eignet sich hervorragend zum Brainstormen.
Datenspeicherung
Bei der Arbeit im Gründerteam müssen Infrastrukturen geschaffen werden, die eine gemeinsame und aktuelle Datenhaltung erlauben. Nichts ist schlechter für effiziente Prozesse als verschiedene Versionen einer Datei auf mehreren Festplatten, die dann wohlmöglich auch noch per E-Mail hin- und her gesendet werden. Universeller und schneller Zugriff sind hier entscheidende Faktoren.
Google Drive
Google Drive erlaubt es, diverse Arten von Dokumenten in der Google-eigenen Cloud zu speichern und zu bearbeiten. Die Infrastruktur wurde klar mit Blick auf Teams entworfen, denn sie erlaubt das gleichzeitige Bearbeiten, Livetracking von Änderungen und einfaches Teilen innerhalb des Teams.
OwnCloud
OwnCloud ist eine Open-Source-Software, die das Aufsetzen eines eigenen Cloud- Speichers erlaubt. Die Enterprise-Version kommt gleich mit Branding und ist relativ einfach zu bedienen. Die große Stärke liegt in der Tatsache, dass die Cloud hier nicht auf fremden Servern, sondern auf dem eigenen Speicherplatz liegt. Das gibt mehr Sicherheit.
Fazit
Es gibt viele Tools, mit denen man die Arbeit im Gründerteam erleichtern kann. Das war nur eine kleine Auswahl aus den abertausenden Lösungen, die sich im Internet bieten. Damit man allerdings mit der Suche nicht mehr Zeit verschwendet, als es Nutzen bringt, sollte man immer anhand eines klaren Nutzenprofils arbeiten. Erfüllt ein Tool die Anforderungen auf dem Papier, kann es getestet werden. Gefällt es dann noch, wird es integriert. Denn Tools sollen die Arbeit erleichtern – nicht noch mehr verursachen.
Autorenbeschreibung
Julius Pankoke ist Content Contributor und Startup-Enthusiast.
Seine Spezialgebiete sind Entrepreneurship, Business Development und Digitales Marketing. Er schreibt und liest gern gute Blogartikel. Bei SmartBusinessPlan hilft er Gründern exzellente Businesspläne zu schreiben.
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