Rückenleiden im Büro

Jeder Büromensch kennt sie, die Rückenschmerzen die sich nach einem Arbeitstag schleichend oder auch schlagartig bemerkbar machen und ihre Aufmerksamkeit fordern. Bei etwa 80.000 Stunden Sitzen, die von der Schulzeit bis über das gesamte Arbeitsleben zusammenkommen, verlangen Menschen mit einem Bürojob ihrem Rücken sehr viel ab. Mangelnde Bewegung und eine falsche Sitzhaltung führen auf Dauer zu einer Fehlbelastung von Wirbelsäule und Muskeln, woraus sich Bandscheibenvorfälle und weitere ernsthafte Dauerschäden erschließen.
Richtiges Sitzen an einem ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz sagt Rückenschmerzen den Kampf an.

Rückengerechte Büroausstattung

Ein individuell angepasster Bürostuhl ist die beste Stütze für die Wirbelsäule. Die perfekte Sitzhöhe ergibt sich in Höhe der Kniekehlen, während sich die Oberschenkel waagerecht verhalten. Eine anatomisch geformte Sitzfläche gibt auch beim Zurücklehnen

zeitung_clipart_free_20130518_2090142885sicheren Halt und stützt das Becken ab. Eine hohe Rückenlehne entlastet beim Zurücklehnen die Brustwirbel, während Armlehnen den Nacken entspannt.
Auch der richtige Tisch entscheidet über einen gesunden Rücken. So sollten die Oberarme rechtwinklig auf ihm liegen können und der Tisch ausreichend groß sein, um einen Mindestabstand von 50 cm zwischen Bildschirm und Augen zu ermöglichen.
Der Monitor an sich sollte im unteren Bereich leicht nach vorn geneigt sein, um eine Verkrampfung der Nackenmuskulatur zu vermeiden, die bei gesenkter Kopfhaltung die Folge ist.

Die richtige Sitzhaltung

Aufrechtes Sitzen entlastet einerseits die Wirbelsäule, verlangt allerdings der Rückenmuskulatur mehr ab. Wer nach vorn gebeugt sitzt, mag dies als bequem empfinden, macht sich seine Wirbelsäule aber zum größten Feind.
Dynamisches Sitzen, bei dem die Sitzposition häufig gewechselt wird, beugt schmerzenden Rückenleiden vor. Ein anpassungsfähiger Stuhl, der alle Bewegungen unterstützt, gehört an jeden gesunden Arbeitsplatz.

Ausreichend Bewegung

rp_95846940689-300x199.jpgWährend der Arbeitszeit sind regelmäßige Bewegungspausen wohltuend für den Rücken. Da die Zeit und auch der Chef diese kleinen Ausflüchte nicht immer tolerieren, empfiehlt sich ein Bewegungsausgleich in der Freizeit. Eine gestärkte Rückenmuskulatur bügelt Fehlhaltungen im Büro leichter aus. Mit Sportarten wie Radfahren, Yoga und Schwimmen können Rücken- und Nackenschmerzen wieder entspannen.

Stress

Dauerhafter Stress beruflicher oder auch privater Natur, der nicht abgebaut wird, kann sich auf den Körper niederschlagen. Da eine direkte Verbindung zwischen Geist und Körper besteht, kann sich Stress auf das Immunsystem, die Verdauungsorgane oder auch auf den Rücken auswirken. Seelische Entspannung tut deshalb dem Rücken gut und löst krank machende Reaktionen auf.

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