Benzinpreise

Die Verbraucher sind verärgert über die Benzinpreispolitik. Der kontinuierliche Anstieg der Benzinpreise in den letzten Jahren sowie stets pünktlich zum Ferienstart und zum Wochenendbeginn gibt Anlass für einen Einblick in die Hintergründe. Wie setzen sich die Benzinpreise überhaupt zusammen und was beeinflusst den Preis an sich?

Auffallend ist, dass sich die Benzinpreise zwischen den einzelnen Tankstellen nur minimal bis gar nicht unterscheiden. Das geht daraus hervor, dass ca. 65 % der Tankstellen den fünf größten Mineralölkonzernen gehören und sich diese die Preise völlig legal voneinander abschauen. Legt der eine Konzern die Preise vor, ziehen die anderen innerhalb kurzer Zeit nach.

Die Pächter der jeweiligen Tankstellen bekommen die Preise vom jeweilig dazugehörigen Konzern vorgegeben. Mitunter werden die Anzeigentafeln auch automatisch geändert. Lediglich die freien Tankstellen können günstigere Preise anbieten. Aber dieses Wettbewerbsverhältnis kann sich zwischen verschiedenen Bundesgebieten durchaus um mehrere Cents unterscheiden und ist somit auch regionsbezogen.

Der Benzinpreis setzt sich größtenteils aus Steuern zusammen, weshalb der Staat den größeren Profit zieht. 65 Cent pro Liter werden allein für Öko- und Mineralölsteuer abgeführt, hinzukommen noch 19 Prozent Mehrwertsteuer. Den geringeren Rest nehmen Einkaufspreis und schließlich der Gewinn ein.

Beeinflusst wird der Benzinpreis durch verschiedene Faktoren. Zum einen bestimmt die Nachfrage das Angebot. Da Mineralöl ein knappes Gut ist, erhöht sich bei steigender Nachfrage auch der Preis, was beispielsweise zum Ferienstart direkt zu beobachten ist. Auch der Börsenkurs bewegt den Preis in eine bestimmte Richtung. Rohölpreise werden grundsätzlich in Dollar gehandelt. So bringt ein schwächer werdender Euro automatisch eine Erhöhung der Benzinpreise in Deutschland mit sich.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert