Euro-Bonds
Euro-Bonds, auch EU-Anleihen, sind Staatsanleihen, die von allen Staaten der Euro-Zone gemeinsam ausgegeben werden. Die aufgenommenen Schulden werden untereinander aufgeteilt und gemeinschaftlich für Rückzahlung und Zinsen gehaftet. Der Vorteil liegt darin, die Zinslast verschiedener Staaten zu senken und für bessere Kreditkonditionen zu sorgen, um Schuldenprobleme leichter zu bewältigen. Da die Kreditwürdigkeit der EU-Staaten unterschiedlich ist, sind auch die Zinssätze dementsprechend unterschiedlich hoch. Bonitätsstarke Länder wie Deutschland, Frankreich oder Niederlande zahlen den Anlegern geringere Zinsen als bonitätsschwache Staaten wie Griechenland oder Italien. Mit Hilfe von Euro-Bonds gleichen die zahlungskräftigen Staaten die Defizite der schwachen EU-Mitglieder aus, indem sie höhere Zinsen entrichten…
