Werbung in Zeitungen oder Zeitschriften ist umstritten. Während es für die einen eine erfolgreiche Werbestrategie darstellt, schwören die anderen eher auf alternative Anpreisung ihrer Waren und Dienstleistungen. Grund genug Zeitungswerbung mit all seinen positiven und negativen Facetten einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Vorteile von Zeitungswerbung
Bevor das Internet auf dem Vormarsch war, galt Print-Werbung als Nr. 1 in der Kundengewinnung. Unternehmen schalteten Anzeigen um auf sich aufmerksam zu machen.
Auch heute noch möchten viele Unternehmen nicht auf Werbeanzeigen verzichten, denn bestimmte Zielgruppen lassen sich auf diesem Weg trotz der rückläufigen Auflagenentwicklung sehr gut erreichen. Hier zählt die ältere Generation dazu, die regelmäßig zur Tageszeitung greift, als auch Nischen-Gruppen, die sich durch spezielle Fachzeitschriften angesprochen fühlen.
Allgemein lässt sich festhalten, dass etwa 67 Prozent der Deutschen regelmäßig täglich oder wöchentlich erscheinende Zeitungen lesen, wobei gebildete Menschen am häufigsten zu einer Printausgabe greifen.
Zeitungen stehen nicht nur im gedruckten Papierformat zur Verfügung, sondern werden auch online von etwa 30 Millionen Lesern regelmäßig besucht.
Als starker Werbeträger ist hier auch das Potenzial für die jüngere Generation ersichtlich, die das tagesaktuelle Geschehen u.a. über Apps und e-Paper verfolgt. Addiert man Print- und Onlineausgabe der Zeitungen, summiert sich die Leserschaft auf stolze 80 Prozent.
Tageszeitungen vermitteln dem Leser eine hohe Glaubwürdigkeit, was den Werbeanzeigen zugute kommt. Sie sind aktuell, zeitnah und flexibel.
Nachteile von Zeitungswerbung
Zeitungswerbung hat auch ihre negativen Seiten. In erster Linie fällt hier der hohe Kostenfaktor ins Auge, denn einmalige Werbeanzeigen verschwinden meist im Nirgendwo. Um die Werbebotschaft im Bewusstsein des Lesers zu verankern, sind wiederholte Anzeigen unumgänglich, die dann im Gesamtpaket günstiger angeboten werden, aber dennoch ihren Preis haben. Eine bessere Wirkung wird hierbei erzielt, wenn die Anzeigen sich optisch nicht bis nur minimal unterscheiden, um den Widererkennungswert zu aktivieren.
Nachteilig wirkt sich bei den Printmedien auch die fehlende Reaktionsmöglichkeit aus. Um eine interessante URL zu verfolgen, muss diese erst im PC eingetippt werden. Anders dagegen bei den Online-Lesern, die direkt auf eine ansprechende Seite wechseln können.
Aufgrund ihrer Aktualität sind speziell die Tageszeitungen nur von kurzer Dauer und vermitteln die Werbebotschaft somit nur kurzweilig, da sie nach dem Lesen oft aussortiert werden. Über Zeitschriften sind dagegen längere Werbekontakte möglich, wodurch aber auch die Anzeigen mit langem zeitlichem Vorlauf geplant werden müssen.
Fazit
Werbung in Zeitungen und Zeitschriften lohnt sich für Unternehmer mit Ausdauer, da der Erfolg meist schleichend eintritt und auch nur mit einem entsprechenden finanziellen Polster realisierbar ist.


