Open Content sind Inhalte und Werke, die laut Urheberrecht kostenfrei genutzt und weiterverbreitet werden können. Im Gegenteil zum Inbegriff „Alle Rechte vorbehalten“ kann der Urheber beim Open Content selbst bestimmten, welche Rechte er an seinem Werk behält.
Den Nutzern wird ein großer Spielraum bei der Anwendung kultureller und wissenschaftlicher Inhalte eingeräumt, indem sie zu geschützten Werken freien Zugang erhalten, diese verändern und u.a. in Blogs, Präsentationen und auf Internetseiten wieder öffentlich zugänglich machen können. Nutzer dürfen sich somit als Produzent dieser Inhalte ausgeben. Der freie Zugang zu Informationen fördert eine gleichberechtigte Bildung aller Menschen und begünstigt die kulturelle Vielfalt.
Um geistiges Eigentum zu schützen, bleibt Open Content urheberrechtlich geschützt, auch wenn eine freie Lizenz zur Nutzung vorhanden ist. Freie Lizenzen können als Text-, Bild- oder Tonwerke benannt werden. Die Nutzungsbedingungen, u.a. inwiefern der Urheber auch nach Veränderung des Inhalts erwähnt werden muss, sind meist leicht verständlich angegeben.
Geprägt wurde das Prinzip der freien Inhalte durch den Amerikaner Lawrence Lessing, der 2001 die Initiative Creative Commons (CC) ins Leben rief, mit dem Ziel kulturelles Gut zu ermöglichen und zu fördern.
Beispielhaft zu nennen ist Wikipedia, eine der größten Sammlungen von Open Content. Alle Inhalte dürfen kopiert, zitiert und bearbeitet werden, unter der Bedingung, dass der Rechteinhaber erwähnt wird.
Open Content wird auch zukünftig von der Bereitschaft der Autoren und Hersteller abhängig sein, ihre Inhalte mit dem Verzicht auf ihr exklusives Nutzungsrecht zur Verfügung zu stellen. Ohne diese Inhalte schlummern viele interessante Themen unter der Oberfläche und das Internet wäre ohne diese Veröffentlichungen, die eine automatische Verbreitung mit sich ziehen, undenkbar. Der Austausch von Wissen wäre enorm eingeschränkt.


